FormaldehydAllgemeines: Methanal (Trivialname: Formaldehyd) ist bei Raumtemperatur ein farbloser, gasförmiger, stechend riechender Stoff.  Es ist die einfachsten Verbindung aus der Gruppe der Aldehyde und ist Ausgangsstoff zur Herstellung sehr vieler chemischer Endprodukte. Formaldehydmessungen erfolgen für gewöhnlich über eine Raumluftmessung.

Vorkommen: Bedeutendste Quellen sind Tabakrauch und Holzwerkstoffplatten (Fertighäuser, Möbel, etc.). Findet sich natürlicherweise auch im menschlichen Blut als Zwischenprodukt von Stoffwechselvorgängen, in bestimmten Obstsorten und bei unvollständigen Verbrennung von organischem Material.

Toxizität: Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) als "krebserregend für den Menschen" eingestuft. Formaldehyd kann bereits in geringer Konzentration Atemwegsreizungen, Allergien, Hautausschlag und Augenreizungen hervorrufen.

Grenzwert: Laut Bundesgesundheitsamt (BGA) liegt der Grenzwert bei 0,1 ppm (parts per million). Dies entspricht 120 µg Formaldehyd auf einen Kubikmeter Raumluft. Die WHO sieht 100 µg / m3 Raumluft vor. Baubiologisch betrachtet sollten 0,05 ppm nicht überschritten werden. Der Sanierungszielwert liegt bei 30 µg / m3 Raumluft.

Nachweis in Innenräumen: Raumluftmessung (DNPH, HPLC), Materialprobe oder Hausstaubanalyse auf Formaldehyd (Headspace, Gaschromatograph). Eine Messung auf Formaldehyd vor Ort dauert bei aktiver Probennahme ca. 1 h. Die Ergebnisse und die Einstufung zur Gesundheitsgefährdung werden in einem Gutachten festgehalten. Eine Formaldehydmessung bietet sich besonders bei Holz-Fertighäusern an, da diese großflächig mit Formaldehyd-belasteten Holzwerkstoffen beplankt wurden.

 
Das Institut für Energieberatung und Baubiologie ist Mitglied im
Banner