Sie sind hier: Home Baubiologie Schadstoffe Wohngifte im Schlafzimmer?

Während der Schlafphase ist der Körper besonders empfindsam für äußere Einflüsse. Daher sollte die Schadstoffkonzentration vor allem in Schlafräumen, aber auch an Orten mit langen Verweilzeiten möglichst gering sein. Ein in der Entwicklung befindlicher Organismus reagiert besonders sensibel auf schädliche Einflüsse von außen. Eltern sind daher gut beraten sich über die im Kinderzimmer verwendeten Baustoffe bzw.  Einrichtungsmaterialien und deren Schadpotential zu informieren.

Anzeichen für Schadstoffe in Wohnräumen können sein:

  • Anhaltende depressive Stimmungslagen
  • Konzentrationsschwächen
  • wiederkehrende Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühle
  • chronische Leistungseinbußen
  • Atembeschwerden
  • Schleimhautreizungen
  • ....

Gefahrenstoffe (alt)Der englischsprachige und allgemein verwendete Ausdruck 'sick building syndrom' (= Erkrankung durch krankes Gebäude) trifft diesen Sachverhalt besonders gut. Leicht flüchtige Schadstoffe (VVOC's, VOC's, meist Lösungsmittel) reichern sich schnell in der Raumluft an und können -  je nach Sensibilität - auch schnell zu Krankheitssymptomen führen. Ihre Ursache ist daher "relativ" einfach auszumachen, da die Verbindung zur eingebrachten Schadstoffquelle (neuer Teppich, neuer Wandanstrich, etc.) noch hergestellt werden kann.

Oft ist die Abgabe der Schadstoffe aber so schleichend, dass man den Zeitpunkt zu dem die Schadstoffquelle in die Wohnung eingebracht wurden, nicht mehr mit dem Auftreten erster Krankheitssymptome in Verbindung bringt. Solche schwer-flüchtigen Substanzen (SVOCs' ) sind meist fettlöslich, reichern sich nach Aufnahme in den Körper im Fettgewebe (somit auch im Gehirn!) an und vergiften diesen über die Jahre. Hierzu gehören z.B. Holzschutzmittel wie DDT, Lindan, PCP in alten Holzfußböden und Dachstühlen,  Weichmacher in manchen Wandfarben und Kunststoffen, Flammschutzmittel in Elektrogeräten, Biozide in Teppichen und Gardinen, etc.).

Eine professionelle Schadstoffmessung kann hier weiterhelfen.

Sofern Sie den Bau eines Hauses planen, könnten Sie vorab Informationen über Schadstoffe in Baumaterialien einholen, da eine Vermeidung einfacher ist, als eine nachträgliche Sanierung.

 
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