Wenn eine Messung von Schadstoffen in Innenräumen vorgenommen werden soll, liegen manchmal bereits konkrete Verdachtsmomente vor. Eigentümer älterer Holzfertighäuser z.B. erfahren häufig über die Medien, dass ihr Haus evtl. Holzschutzmittel, Formaldehyd und PAK's enthält und möchten die Belastung konkret in Zahlen einstufen lassen und die Größe ihrer Gefährdung erfahren. Oft ist es aber so, dass es bei den Bewohnern zu unerklärlichen Erkrankungen gekommen ist und Eigentümer oder Mieter dem aufkommenden Verdacht auf Schadstoffe in der Raumluft nachgehen wollen.

SchadstoffmessungDurch unsere langjährige Erfahrung in der Baubiologie kennen wir die chemischen Eigenschaften und das physikalische Verhalten der verschiedenen Substanzen und wählen ein geeignetes Verfahren und Trägermaterial aus, um die Substanzen in ausreichender Menge im Trägermaterial anzureichern und diese im Labor analysieren zu können. Im Fall des Nachweises von flüchtigen, organischen Verbindungen verwenden wir z.B. Aktivkohleröhrchen als Trägermaterial. Aktivkohle weist eine sehr große Oberfläche auf und bindet viele verschiedene Substanzen. Bei der Probennahme wird ein nach VDI 4300 / DIN ISO 16000 vorgeschriebenes Raumluftvolumen mittels einer geeigneten Pumpe auf ein Röhrchen mit Aktivkohle beaufschlagt. Hierbei muss auf einen kontinuierlichen, gleichmäßigen Luftstrom geachtet und ein geeignetes Luftvolumen pro Minute gewählt werden, damit die Substanzen an der Aktivkohle binden können.

Die Aktivkohle des Proberörchens wird anschließend im Labor ausgewaschen und das entstehende Eluat (Lösungsmittel mit den ausgewaschenen Substanzen) im Gaschromatografen / Massenspektrometer analysiert. Die Ergebnisse geben Aufschluss über Art und Menge an Schadstoffen in der Raumluft, so das wir den Auftraggeber über die bestehende Gefährdung informieren und Sanierungsmaßnahmen empfehlen können.

Entdecken wir bei einer Ortsbegehung andere Verdachtsmomente auf Schadstoffe, kommen entsprechend andere Verfahren zum Einsatz. So kann es z.B. notwendig sein, statt der Raumluft besser den Hausstaub zu untersuchen oder um einen direkten Nachweis der Belastung eines Bauteils zu liefern, eine Materialprobe zu entnehmen. Alle Probennahmen werden nach VDI 4300 / DIN ISO 16000 vorgenommen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.

Das richtige und damit aussagekräftige Verfahren zur Probennahme kann nur durch einen erfahrenen Baubiologen festgelegt werden, der die Vor-/Nachteile und Grenzen aller Verfahren kennt und zudem die Situation vor Ort bei der Auswahl eines Verfahrens mit einbezieht.

Die Ergebnisse der Schadstoffmessung werden von uns in einem Schadstoffgutachten zusammengefasst, allgemeinverständlich erklärt und dienen neben Ihrer Information auch der Durchsetzung Ihrer Rechte bei Streitsachen und gerichtlichen Prozessen.

 
Das Institut für Energieberatung und Baubiologie ist Mitglied im
Banner