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Die EnEV 2007 (Energieeinsparverordnung) vereinte zum ersten Mal die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlVO) mit der Wärmeschutzverordnung (WSVO). Dadurch wurde es dem Eigentümer eines Wohngebäudes ermöglicht, die Gesamtenergieeffizienz seiner Immobilie sowohl über die Gebäudedämmung (Transmissionswärmeschutz) als auch über die Optimierung der Heizungsanlage zu erhöhen. Das heißt im Klartext: Auch ein nur mittelmäßig gedämmtes Haus kann durch eine optimierte Energieversorgungsanlage den Anforderungen der EnEV im Hinblick auf den Primärenergiebedarf entsprechen.

Die EnEV 2007 machte den Energieausweis ab dem 01.07.2008 für alle Wohngebäude zur Pflicht, die bis 1965 (alte Bundesländer) gebaut wurden und neu vermietet oder verkauft werden sollen. Ab dem 01.01.2009 gilt dies auch für Wohngebäude jüngeren Baudatums. Ziel ist es, den Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust (Wärmeverlust durch die Gebäudehülle) der Gebäude zu ermitteln. Dies verschafft potentiellen Mietern/Käufern eine Vergleichsmöglichkeit verschiedener Immobilien hinsichtlich des Energiebedarfs und der damit einhergehenden Energiekosten.

Die EnEV 2009 (gültig seit 01.10.09) hat die Anforderungen bezüglich des Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverluste über die Gebäudehülle weiter verschärft, so dass anstehende Sanierungsmaßnahmen nun noch effizienter sein müssen. Dies gilt für alle Gebäude, deren Bauantrag nach diesem Datum gestellt wurde oder die in einem relevanten Umfang saniert werden sollen. Um diese Anforderungen zu erreichen, ist eine Energieberatung fast unumgänglich. Auch die KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat sich an der EnEV 2009 orientiert und Fördermittel und -programme auf diese abgestimmt. D.h., Fördermittel gibt es in einem relevanten Umfang nur, wenn die Mindestanforderungen der KfW hinsichtlich der energetischen Güte eingehalten werden.

Es ist im Grunde unerheblich, ob Sie Ihre Immobilie verkaufen, vermieten oder für den Eigenbedarf verwenden: Grundsätzlich macht es Sinn sich über wirtschaftliche Möglichkeiten zur energetischen Optimierung Ihres Gebäudes zu informieren, denn jede kWh (Kilowattstunde), die Sie einsparen, bringt Ihnen bares Geld und schont obendrein die Umwelt. Zudem trägt eine energetische Optimierung nicht nur zur Werterhaltung, sondern sogar zur Wertsteigerung Ihrer Immobilie bei.

 
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