Asbest und Asbestmessung

Asbestmessung der Raumluft

Eine Asbestuntersuchung, auch Asbestmessung genannt, wird von uns in folgenden Fällen empfohlen (gilt für die Baujahre 1995 und älter):

  • nach einer umfangreichen Sanierung mit Bauteileröffnungen und Verdachtsmomenten
  • bei Kauf / Verkauf einer Immobilie, Due-Dilligence-Prüfung  (siehe Immobiliencheck)
  • nach einer Asbestsanierung zur Überprüfung des Sanierungserfolgs (siehe Schadstoffgutachten)
  • nach einem nicht fachgerechten Ausbau von Nachtspeicherheizungen (Nachtstromspeicher)
  • nach Rückbau von älteren Heizungs- und Lüftungsanlagen

Die Asbestuntersuchung der Raumluft wird von uns gemäß der Messvorschrift VDI 3492 vorgenommen, um eine gleichbleibend hohe Qualität und belastbare Ergebnisse zu liefern. Die Ergebnisse werden in einem Gutachten verständlich zusammengefasst. Für den Fall, dass eine Asbestbelastung ermittelt wird, werden Empfehlungen für weitere Maßnahmen gegeben.

Hintergrund zur Notwendigkeit einer Raumluftmessung auf Asbest

ObwoAsbestmessunghl das krebserzeugende Potential von Asbest schon seit 1900(!) bekannt ist, wurde die Verwendung von Asbest in Deutschland erst 1993 verboten. In Gebäuden, die in den 80er Jahren oder früher errichtet wurden, ist das Risiko des Auftretens von Asbest in der Raumluft daher noch besonders hoch. Aber auch in Gebäuden späterer Baujahre (bis in die 90er Jahre) kann Asbest vorkommen.

Asbest ist ein mineralischer Baustoff mit hervorragenden bautechnischen Eigenschaften und wurde daher in tausenden Bauteilen und Produkten eingesetzt. Die Gefährdung für die Bewohner ist dabei von der Festigkeit der Bindung der Asbestfasern im Bauteil abhängig. Leicht-gebundene Asbestfasern (z.b. bei Spritzasbest und Asbestdichtschnüre) gelangen relativ leicht in die Raumluft. Zur Freisetzung genügen z.T. schon die Luftzirkulationen im Heizkörperbereich (z.B. bei Asbestpappen hinter Heizkörperverkleidungen). Fest-gebundene Asbestfasern werden dagegen – mit Ausnahme bei der mechanischen Bearbeitung dieser – nur in geringeren Mengen in die Umgebung freigesetzt (z.B. durch die Bewitterung von Asbestzementplatten).

Die Verwendung von Asbest reicht von Asbest-Fassadenputzen oder -platten im Außenbereich, über asbesthaltige Dämmstoffe, Innenverkleidungen im Heizkörper/Ofenbereich, Asbestschnüren für Abdichtungen bis hin zu fest und leicht-gebundenem Asbest in Bodenbelägen (Flex-Platten, Cushion-Vinyl) und Bodenbelagsklebern. Da den Baustoffen der Asbestgehalt nicht anzusehen ist, wird dieser z.B. bei Renovierungsarbeiten leicht durch die mechanische Bearbeitung freigesetzt und belastet die Raumluft. Die Bewohner sind meist ahnungslos. Asbestfasern mit einer Länge von kleiner 250 Mikrometer und einer Dicke von < 3 Mikrometern sind lugengängig und kanzerogen (krebserregend).  Als besonders kritisch werden Fasern betrachtet, die länger als 5 Mikrometer und dünner als 3 Mikrometer sind und deren Längen / Durchmesserverhältnis < 3 ist (WHO-Fasern).

Sollten Sie Fragen zum Thema Asbestuntersuchung bzw. Asbestmessung der Raumluft haben, stehen wir gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach unverbindlich an.

Weiter  zu: Urteile zum Thema Asbest in Immobilien