Messung von Schadstoffen in Innenräumen – Ursachen gezielt analysieren

In Kürze

  • Unsere Messung von Schadstoffen in Innenräumen dient dazu, konkrete Belastungen zuverlässig zu identifizieren und deren Ursachen zu identifizieren bzw. einzugrenzen.
  • Diese Seite beschreibt die technischen Abläufe und Verfahren. Eine Übersicht, wann eine Untersuchung sinnvoll ist, finden Sie auf der Seite zur Raumluftmessung.
  • Unsere Messung von Schadstoffen erfasst je nach Situation vor Ort Fasern (Asbest / KMF), Formaldehyd, VOCs, PAKPAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) Definition: PAK sind eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die aus mehreren Benzolringen bestehen. Sie entstehen vor allem bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Materialien wie Holz, Kohle oder Öl. Vorkommen: PAK wurden bis ca. 1980 häufig als Klebstoff für Parkett und Bodenbeläge verwendet. Danach nahm der Einsatz durch aufkommende Verbote deutlich ab. Weitere Anwendung waren z. B.  der Schutz von Flächen und Bauteilen gegen Feuchteeinwirkung und als chemischer Holzschutz (Teeröle) Gesundheitsrisiken: Einige PAK gelten als krebserregend und können die Haut, die Atemwege sowie das Immunsystem schädigen. Sie sind in hohen Konzentrationen vor allem in Luft, Wasser und Boden nachweisbar. Beispiele: Benzo[a]pyren, Naphthalin, Anthracen. , PCBPCB, polychlorierte Biphenyle Definition: PCB sind chemische Verbindungen, die aus zwei Benzolringen bestehen, die durch eine Einfachbindung verbunden sind, wobei verschiedene Chloratome an den Ringen gebunden sind. PCB wurden früher als Isolierstoffe und in Farbe verwendet. Gesundheitsrisiken: PCB sind hochgiftig und stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen. Sie können das Immunsystem, die Fortpflanzung und das Nervensystem schädigen. Sie reichern sich in der Umwelt und im Körper an. Verwendung: PCB wurden in Transformatoren, Kondensatoren und in einigen Farben eingesetzt, ihre Verwendung ist jedoch seit den 1980er Jahren stark eingeschränkt. , Holzschutzmittel, Schimmelpilze, Bakterien u. v. m.
  • Unsere Probenahmen erfolgen gemäß VDI 4300 / DIN EN ISO 16000 mit kalibrierten Geräten für belastbare Ergebnisse.
  • Sie erhalten eine fundierte Bewertung der Gefährdung und konkrete Empfehlungen für Sanierung und Prävention.

Welche Schadstoffe werden in Innenräumen gemessen?

In Innenräumen können eine Vielzahl unterschiedlicher Schadstoffe auftreten, die je nach Nutzung, Bauweise und Alter des Gebäudes variieren. Oft sind diese Stoffe nicht direkt sichtbar und werden erst durch gezielte Messungen nachgewiesen.

Typische Schadstoffgruppen sind unter anderem:

  • Fasern (Asbest und KMF)
  • Formaldehyd
  • höhere Aldehyde
  • flüchtige organische VerbindungenVOC oder flüchtige organische Verbindungen VOC steht für "Volatile Organic Compounds" (auf Deutsch: flüchtige organische Verbindungen). Es handelt sich dabei um eine Gruppe von organischen Chemikalien, die bei Raumtemperatur leicht verdampfen und somit in die Luft abgegeben werden. VOCs kommen sowohl in natürlichen als auch in menschlichen Aktivitäten vor und können eine Reihe von Substanzen umfassen, die aus einer Vielzahl von Quellen stammen. Herkunft von VOCs VOCs können aus verschiedenen Quellen stammen, sowohl natürlichen als auch durch den Menschen verursachten. Hier einige Beispiele: Natürliche Quellen: Pflanzen: Holz Menschliche Quellen: Bau- und Renovierungsstoffe, Reinigungsmittel, KraftstoffeRauchen, Luftfrischer, etc. Gesundheitsrisiken von VOCs Die Exposition gegenüber hohen Konzentrationen von VOCs kann gesundheitsschädlich sein. Je nach Art und Konzentration der VOCs können die Auswirkungen variieren, aber typische gesundheitliche Beschwerden sind: Reizungen der Augen, der Haut und der Atemwege (Husten, Halsschmerzen). Kopfschmerzen und Schwindel. Übelkeit und Müdigkeit. Langfristige Auswirkungen: Einige VOCs, wie z. B. Formaldehyd und Benzol, gelten als krebserregend (krebserregende Substanzen). Atemwegserkrankungen wie Asthma können durch langanhaltende Exposition verschärft werden. In sehr hohen Konzentrationen können VOCs auch das zentrale Nervensystem schädigen. (VOCVOC oder flüchtige organische Verbindungen VOC steht für "Volatile Organic Compounds" (auf Deutsch: flüchtige organische Verbindungen). Es handelt sich dabei um eine Gruppe von organischen Chemikalien, die bei Raumtemperatur leicht verdampfen und somit in die Luft abgegeben werden. VOCs kommen sowohl in natürlichen als auch in menschlichen Aktivitäten vor und können eine Reihe von Substanzen umfassen, die aus einer Vielzahl von Quellen stammen. Herkunft von VOCs VOCs können aus verschiedenen Quellen stammen, sowohl natürlichen als auch durch den Menschen verursachten. Hier einige Beispiele: Natürliche Quellen: Pflanzen: Holz Menschliche Quellen: Bau- und Renovierungsstoffe, Reinigungsmittel, KraftstoffeRauchen, Luftfrischer, etc. Gesundheitsrisiken von VOCs Die Exposition gegenüber hohen Konzentrationen von VOCs kann gesundheitsschädlich sein. Je nach Art und Konzentration der VOCs können die Auswirkungen variieren, aber typische gesundheitliche Beschwerden sind: Reizungen der Augen, der Haut und der Atemwege (Husten, Halsschmerzen). Kopfschmerzen und Schwindel. Übelkeit und Müdigkeit. Langfristige Auswirkungen: Einige VOCs, wie z. B. Formaldehyd und Benzol, gelten als krebserregend (krebserregende Substanzen). Atemwegserkrankungen wie Asthma können durch langanhaltende Exposition verschärft werden. In sehr hohen Konzentrationen können VOCs auch das zentrale Nervensystem schädigen. )
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Schimmel (Schimmelpilze) und Bakterien
  • Holzschutzmittel (PCP, Lindan und Co)
  • Pestizide
  • Polychlorierte BiphenylePCB, polychlorierte Biphenyle Definition: PCB sind chemische Verbindungen, die aus zwei Benzolringen bestehen, die durch eine Einfachbindung verbunden sind, wobei verschiedene Chloratome an den Ringen gebunden sind. PCB wurden früher als Isolierstoffe und in Farbe verwendet. Gesundheitsrisiken: PCB sind hochgiftig und stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen. Sie können das Immunsystem, die Fortpflanzung und das Nervensystem schädigen. Sie reichern sich in der Umwelt und im Körper an. Verwendung: PCB wurden in Transformatoren, Kondensatoren und in einigen Farben eingesetzt, ihre Verwendung ist jedoch seit den 1980er Jahren stark eingeschränkt. (PCB)
  • Polybromierte Biphenyle (PBB)
  • Weichmacher, Flammschutzmittel und Konservierungsstoffe
  • Schwermetalle
  • Dioxine und Furane

Welche dieser Stoffe im konkreten Fall untersucht werden, hängt stark von den Gegebenheiten vor Ort und den Verdachtsmomenten ab. Genau hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen pauschalen Messungen und einer gezielten Untersuchung.

Wie erfolgt die Messung von Schadstoffen?

Die Messung von Schadstoffen erfolgt nicht nach einem festen Schema. Vielmehr legen unsere erfahrenen Sachverständigen das geeignete Messverfahren – unter Berücksichtigung der Situation vor Ort – individuell fest. Dabei können folgende Verfahren zum Einsatz kommen:

Raumluftmessung

Bei der klassischen Raumluftmessung wird ein definiertes Luftvolumen durch ein Adsorbens oder einen Filter geleitet. Dabei werden die in der Luft enthaltenen Schadstoffe (Partikel, Fasern, Gase, Aerosole, etc.) gebunden und später im Labor analysiert.

Bei der Messung von Schadstoffen in Innenräumen wird daher ein gemäß der Untersuchungsvorschrift VDI 4300 oder DIN EN ISO 16000 vorgeschriebenes Raumluftvolumen mittels einer geeigneten und kalibrierten Pumpe durch ein Röhrchen mit Adsorbens gesaugt. Hierbei muss auf einen kontinuierlichen, gleichmäßigen Luftstrom geachtet und ein geeigneter Volumenstrom gewählt und kontrolliert werden, damit die Substanzen in ausreichender Menge (Nachweisgrenze) im Sorbent bzw. Filter zurückgehalten werden.

Die Raumluftprobe wird anschließend im Labor ausgewaschen (eluiert) und das entstehende Eluat (Lösungsmittel mit den ausgewaschenen Substanzen) im Gaschromatografen / Massenspektrometer, etc. analysiert. Die dabei erhaltenen Messergebnisse geben Aufschluss über Art und Menge an Schadstoffen in der Raumluft. Die Konzentrationen werden von uns ausgewertet und bewertet. In einem umfangreichen Gutachten bzw. Untersuchungsbericht informieren wir Sie über den Grad der bestehenden Gefährdung und leiten für Sie eine eventuelle Sanierungsnotwendigkeit ab. Bei Vorliegen einer Sanierungsnotwendigkeit erstellen wir auf Ihren Wunsch Sanierungskonzepte, um eine fachgerechte und erfolgreiche Sanierung zu gewährleisten.

Hausstaubanalyse

Nicht alle Schadstoffe befinden sich dauerhaft in der Luft. Einige lagern sich an Staubpartikel an, sinken zu Boden und werden erst beim Aufwirbeln eingeatmet.

Entdecken wir bei der baubiologischen Ortsbegehung daher Verdachtsmomente für schwerflüchtige Schadstoffe, erfolgt eine Hausstaubprobenahme. Die Untersuchung von Hausstaub ermöglicht Rückschlüsse auf langfristige Belastungen, die in einer reinen Luftmessung möglicherweise nicht sichtbar wären. Bei der Analyse von Hausstaub ist es essentiell, dass die korrekte Staubfraktion untersucht wird. Wir die falsche Fraktion untersucht, fallen die Analysenergebnisse falsch positiv oder auch falsch negativ aus.

Materialproben und Quellenermittlung

Wenn der Verdacht besteht, dass ein bestimmtes Bauteil oder Material Schadstoffe abgibt, können gezielt Materialproben entnommen werden. Dazu zählen neben Spanhebenden Proben auch Wischproben und Abstrichproben.

Das ermöglicht eine eindeutige Identifikation der Quelle(n), z. B. bei belasteten Holzbauteilen, Bodenbelägen oder Dämmstoffen.

Baubiologische Ortsbegehung

Das richtige und damit aussagekräftige Verfahren zur Probennahme wird durch unsere zertifizierten und erfahrenen Sachverständigen festgelegt. Diese kennen die Vor- / Nachteile und vor allem die Grenzen der Verfahren und ziehen zudem die Situation vor Ort bei der Auswahl eines Verfahrens sachgerecht mit ein.

Die Messung wird in der Regel durch eine Ortsbegehung ergänzt. Dabei werden mögliche Schadstoffquellen visuell erfasst und in die Bewertung einbezogen.

Für Sie bedeutet das: Die Untersuchung basiert nicht nur auf Messwerten, sondern auf einer Gesamtbetrachtung der Situation vor Ort.

Laboranalyse und Bewertung

Nach der Probenahme erfolgt die Analyse im Labor. Je nach Schadstoff kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, z. B.:

  • Gaschromatografie
  • Massenspektrometrie
  • Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC)
  • Dünnschichtchromatographie (DC/TLC)
  • Infrarotspektroskopie (IR)
  • mikroskopische Analysen (Phasenkontrast)


  • kombiniert mit
  • Wäagung
  • Siebung
  • Säurebad

Diese Verfahren ermöglichen es, die Art und Konzentration der Schadstoffe genau zu bestimmen.

Messen kann man viel, bewerten aber nur mit Erfahrung. Die reinen Messwerte sind nur ein Teil der Bewertung. Entscheidend ist die von uns vorgenommene Einordnung. Durch unsere über 20 Jahre Erfahrung in der Messung und Bewertung von Schadstoffen und Einordnung der Werte in den Gesamtkontext sind wir in der Lage die Situation objektiv und belastbar zu beurteilen:

  • Liegt eine normale Hintergrundbelastung vor?
  • Gibt es eine auffällige Konzentration?
  • Besteht gesundheitlicher Handlungsbedarf?

Raumluftgutachten und Handlungsempfehlungen

Die Ergebnisse der baubiologischen Untersuchung werden von uns in einem ausführlichen Schadstoffgutachten zusammengefasst. Dieses dient nicht nur der Dokumentation, sondern vor allem als Grundlage für weitere Entscheidungen.

Das Gutachten enthält unter anderem:

  • eine Übersicht der gemessenen Schadstoffe und Konzentrationen
  • eine Bewertung der Raumluftqualität
  • eine Gefährdungsbeurteilung bei Aufenthalt im Raum
  • eine Einschätzung möglicher gesundheitlicher Auswirkungen
  • konkrete Empfehlungen zur Reduzierung der Belastung

Für Auftraggeber bedeutet das: Sie erhalten eine klare Einschätzung der Situation und konkrete nächste Schritte, statt nur schwer interpretierbarer Messwerte.

Warum eine gezielte Schadstoffmessung sinnvoll ist

Standardisierte oder pauschale Messungen liefern oft nur begrenzte Aussagen. Entscheidend ist die Auswahl der richtigen Parameter und Verfahren.

Durch die Kombination aus Erfahrung, gezielter Probenahme und Laboranalyse können wir auch komplexe Belastungssituationen für Sie nachvollziehbar einordnen.

Eine solche Untersuchung schafft Klarheit – sowohl bei gesundheitlichen Fragestellungen als auch bei baulichen oder rechtlichen Themen.

Hinweis zur Raumluftmessung bei gesundheitlichen Beschwerden

Die Messung von Schadstoffen ist ein Teilbereich der Raumluftuntersuchung. Informationen dazu, wann eine Raumluftmessung sinnvoll ist, welche Beschwerden auftreten können und welche Rolle Gerüche dabei spielen, finden Sie auf unserer Seite zur Raumluftmessung.

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Institut für Energieberatung und Baubiologie, Inhaber: Institut für Energieberatung und Baubiologie (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
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