Raumluftmessung in Bürogebäuden und Unternehmen

Raumluftmessung in Bürogebäuden

Raumluftmessung in Bürogebäuden

Öffentliche Gebäude, Verwaltungsgebäude oder auch Bürogebäude sind Orte mit hohem Personalaufkommen. Unternehmen fragen daher eine Raumluftmessung in Bürogebäuden häufiger an, da die Wahrscheinlichkeit von Schadstoffsensiblen Personen innerhalb deren Belegschaft steigt. Diese Mitarbeiter haben eine Indikatorfunktion für das Vorliegen von Mängeln. Sie reagieren nämlich bereits auf leichte Schadstoffbelastungen mit deutlichen körperlichen Symptomen.

Zwar ist die Gesundheit der Belegschaft heutzutage in vielen Unternehmen stärker im Fokus. Bei der Einrichtung von Büros wird daher häufig auf emissionsarme Baustoffe und bauchemische Produkte geachtet. Es werden ergonomische Sitz- und Stehmöbel geordert und auf entsprechende Arbeitsmittel, wie Tastaturen und Monitore, geachtet.

Dicke Luft in Büroräumen

Dennoch erreichen uns fast täglich Anfragen, in denen Personalverantwortliche über erhöhte Krankenstände oder Befindlichkeitsstörungen bei der Belegschaft berichten. Symptome wie tränende Augen, juckender Hals, Atemwegsreizungen, wiederkehrende Kopfschmerzen und Erschöpfung werden hier häufig genannt. Grund hierfür kann ein ungünstiges Verhältnis von Oberflächen und Raumvolumen sein. Eine Raumluftmessung in Bürogebäuden wird daher durchgeführt, wenn die Belegschaft über unangenehme Gerüche klagt oder der Krankenstand über die Wochen anhaltend erhöht ist. Insbesondere ein erhöhter Krankenstand nach Neubezug von Bürogebäuden oder Büroräumen sollte Vorgesetzte und Personalverantwortliche hellhörig werden lassen.

Die rechtliche Situation in Büroräumen ist dabei ungleich dieser in Wohnräumen: Liegen Verdachtsmomente für Innenraumschadstoffe vor, ist die Geschäftsleitung verpflichtet eine Gefährdung der Belegschaft auszuschließen. Häufig wendet sich diese zwecks Zuständigkeit an den Vermieter bzw. den Gebäudeeigentümer. Dieser hat nämlich gemäß der Landesbauordnung (LBO) die Verpflichtung eine Gefährdungsermittlung vornehmen zu lassen.

Planung einer Raumluftmessung in Unternehmen

Solche Gefährdungsermittlungen fallen in unser Leistungsportfolio. Im Rahmen einer Gefährdungsermittlung verwenden wir einen ganzheitlichen Ansatz. Zunächst begehen wir die Räumlichkeiten, um einen ersten Eindruck zu erhalten. Im Anschluss erkunden wir die Umgebung des Gebäudes, befragen die Belegschaft bzw. die zuständigen Verantwortlichen. Wir sichten Bauzeichnungen und Lieferscheine der ausführenden Firmen. Wir überprüfen Arbeitsmittel, Beleuchtung, Belüftung, Raumklimaparameter, etc. In manchen Fällen erhalten wir auch Befunde von Blut- und Urinuntersuchungen von engagierten Mitarbeitern. Diese erlauben manchmal Rückschlüsse auf die verursachenden Schadstoffgruppen.

Erst im Anschluss planen wir geeignete Raumluftmessungen. Die Planung erfolgt dabei auf Basis der erhaltenen Informationen zur Historie und aktuellen Sachlage. In Neubauten erwarten wir ein anders Schadstoffprofil als in älteren Bestandsgebäuden. Eine notwendige Ausweitung der Untersuchung auf weitere Reiz- und Schadstoffe sprechen wir mit den Unternehmen ab, sofern deren Vorliegen aufgrund der Gebäudehistorie nicht auszuschließen ist. Ergibt die anschließende Bewertung der Messergebnisse eine Gefährdung der Belegschaft, muss der Gebäudebesitzer bzw. der von ihm ernannte Verfügungsberechtigte gemäß dem aktuell geltenden Baurecht Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahrenquelle einleiten. Dabei stehen wir mit unserer langjährigen Erfahrung bei der Bewertung von Schadstoffbelastungen und der Quellenermittlung beratend und investigativ zur Seite.

Nach der Sanierung führen wir eine Sanierungskontrollmessung in den betroffenen Bereichen durch, um nicht zuletzt aus haftungsrechtlicher Sicht, klare Verhältnisse zu schaffen.