Schadstoffe bei Bränden – Brandfolgeprodukte

Messung von Schadstoffen an kalten Brandstellen

Schadstoffe bei Bränden
Bei jeder unvollständigen Verbrennung von organischem Materialien, also auch beim Haus- und Wohnungsbrand, entstehen tausende neue, teilweise hoch-toxische Schadstoffe. Schadstoffe bei Bränden sind zum Teil leicht-flüchtiger Natur. Diese sind schon kurze Zeit nach einem Brand nur noch in geringen Konzentrationen in der Raumluft nachzuweisen. Andere Substanzen verbleiben dagegen über längere Zeiträume im Gebäude. Diese schwer-flüchtigen und auch z. T. auch partikulären Substanzen (Ruß und Rauchpartikel) stellen an kalten Brandstellen das eigentliche Risiko für die Gesundheit der Arbeiter und Bewohner dar. Daher sind Orte mit größeren Brandschäden mit der entsprechenden Vorsicht zu begehen.

Die meisten schwer-flüchtigen Schadstoffe bei Bränden sind nach dem Abkühlen fest an Rußpartikel adsorbiert (gebunden). Daher ist auch bei Inkorporation (Aufnahme in den Körper) die biologische Verfügbarkeit dieser Stoffe (Freisetzung in die Gewebe und Blutbahnen) relativ gering. Dennoch kann in manchen Fällen eine Gefährdung durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) vorliegen. Je nach Brandgut entstehen auch polychlorierte Dibenzodioxine und -furane vorliegen, sowie Chlorbenzole und weitere Substanzen. Viele von diesen sind als karzinogen (krebserregend) eingestuft.

Ob die Brandstelle durch die Bewohner selbst gereinigt werden kann oder ob Fachunternehmen dies übernehmen sollten, hängt somit von der Konzentration dieser Substanzen ab. Nicht zu vergessen ist auch, dass die Möglichkeit der Freisetzung weiterer Schadstoffe besteht. Hier sind z. B. Asbesthaltige Bauteile zu nennen, die einer separaten Behandlung bedürfen. Daher ist es wichtig die Brandstelle vor Beginn der Arbeiten in Gefährdungsbereiche zu unterteilen und die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu ergreifen. So werden Arbeiter bzw. Nutzer geschützt.

Welche Schadstoffe bei Bränden entstehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So zunächst von der Art der verbrannten Materialien. Bei der Verbrennung von chlorhaltigen Materialien (Verkleidung von Elektrogeräten aus PVC, Vinylplatten als Fußbodenbelag, etc.) können eher hochgiftige Chlorverbindungen entstehen, als zum Beispiel beim Abbrand von Holzmöbeln oder Parkettböden. Auch die Art des Brandes ist von hoher Bedeutung. Bei einem Schwelbrand (geringe Sauerstoffzufuhr, geringe Brandtemperatur) entstehen weitaus mehr Schadstoffe als bei einem offenen Brand (ausreichende Sauerstoffzufuhr, hohe Brandtemperatur).

Eine fachgerechte Brandschadensanierung sieht neben der Reinigung des mit Ruß beaufschlagten Inventars auch die gründliche Feinreinigung der Raumoberflächen vor. Denn an diesen haften die erwähnten Verbindungen wie PAK, PCB, Dioxine, Furane, sowie etliche weitere schwer-flüchtige Verbindungen an.

Nach einer Brandschadensanierung wird zudem dringend empfohlen, die Räumlichkeiten auf Rückstände von Schadstoffen durch eine Sanierungskontrolle untersuchen zu lassen. Hierzu liegen Richtwerte für eine zulässige Restbelastung je Quadratmeter Oberfläche vor.

Erkrankungen von Raumnutzern aufgrund nicht fachgerechter Sanierungsmaßnahmen können bei konkretem Nachweis einer verbliebenen Gefährdung zu hohen Schadensersatzforderungen führen.

Sprechen Sie uns an! Als Sachverständige für Brandschäden untersuchen wir Ihre Wohn- oder Büroräume nach einer Brandschadensanierung auf Brandrückstände. Wir ermitteln die (Rest-) Gefährdung bei Nutzung der Räume und untersuchen die Oberflächen im Gebäude auf eine Restbelastung mit Schadstoffen.

Da wir unabhängig von Versicherungen arbeiten, erhalten Sie von uns sach- und fachgerechte, objektive Gutachten und konkrete Empfehlungen zum weiteren Vorgehen.

Bilder: Freiwillige Feuerwehr Vohwinkel.

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