Baubiologische Untersuchung

Themen dieser Seite:

  • Wann ist eine baubiologische Untersuchung sinnvoll?
  • Welche Teilaspekte umfasst eine baubiologische Untersuchung?
  • Unsere zusätzlichen Leistungen im Rahmen einer baubiologischen Untersuchung

Baubiologische Untersuchung von Wohnung oder Arbeitsplatz auf Schadstoffe

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Wohn- bzw. Arbeitsplatz durch Schimmelpilze oder chemische Schadstoffe belastet ist? Mögliche Symptome wären in diesem Fall

Raumluftmessung auf Schimmel
  • Augenjucken
  • allergische Symptome
  • fulminante Allergien
  • Kopfschmerzen (wiederkehrend)
  • Atemwegserkrankungen
  • chronische Erschöpfung
  • Leistungseinbußen
  • wiederkehrende Darmerkrankungen
  • etc.

In diesen Fällen ist eine baubiologische Untersuchung empfohlen. Diese richtet sich nach der Ausgangssituation in der Wohnung / im Büro. Basierend auf Ihren Antworten priorisieren wir folgende Schwerpunkte:

  • Mikrobiologische Untersuchung (Schimmelpilze, Hefen, Bakterien)
  • Chemische Untersuchung der Raumluft (flüchtige und mittelflüchtige organische Verbindungen)
  • Ursachenermittlung des Schimmelpilzes (woher stammt die Feuchte in den Bauteilen?)
  • Ermittlung der Quelle chemischer Emissionen (hierbei ist meist die Kombination der Historie im Raum, das Nutzungsverhalten und die verwendeten Materialien in Wohnung / Büro in Kombination mit unserer 25jährigen Erfahrung notwendig)

Baubiologische Untersuchung – Mikrobiologisch

Ist eine Schimmelpilzquelle bereits optisch auszumachen, ist eine Ursachenermittlung (bauphysikalische Untersuchung) notwendig, um die Ursache abzustellen und so eine nachhaltige Vermeidung von Schimmelpilzen zu gewährleisten. Ist eine Schimmelpilzquelle aber nicht erkennbar, aber gesundheitliche Symptome oder auch Geruch vorliegend, ist eine baubiologische Untersuchung notwendig. In solchen Fällen führen wir eine Raumluftmessung auf Schimmelpilze durch. Die gewonnenen Proben werden im Labor bei 25 °C (37 °C)  für 7 – 10 Tage inkubiert und im Anschluss quantitativ als auch qualitativ bewertet. Belegt die Raumluftmessung eine erhöhte Sporenbelastung der Raumluft wird im nächsten Schritt die Quelle des Schimmelbefalls (ehemaliger oder aktiver Feuchteschaden) eruiert. In der Regel führen wir die Untersuchung auf Feuchteschäden auch schon beim ersten Ortstermin durch.

Um eine Neubildung der Schimmelpilze zu verhindern, ermitteln wir zusätzlich die Ursache der Schimmelpilze, also bestehende Feuchteschäden. Hier kommen Bauschäden, Baumängel, Nutzung des Raumes, Verhalten der Nutzer im Objekt, als auch die zeitliche und örtliche Verkettung von Schimmel begünstigenden Faktoren in Frage. In einem Gutachten benennen wir evtl. vorliegende Gefährdung bei Nutzung des belasteten Raumes. Darüber hinaus geben wir Ihnen konkrete Handlungsanweisungen, wie Sie den Schimmel entfernen sollten und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um einen erneuten Schimmelbefall zu verhindern.

Liegen bereits sichtbare Verfärbungen an Wänden und Decken vor, die auf einen Befall mit Schimmel hinweisen, entnehmen wir Kontaktproben von den Oberflächen. Diese untersuchen wir in unserem mikrobiologischen Labor auf Schimmelpilzstrukturen. Stelt sich ein Schimmelpilzbefall heraus, ist die befallene Fläche aber noch gering (<0,5 qm), geben wir Ihnen Empfehlungen zur Entfernung des Schimmels in Eigenleistung in Form einer gesundheitlich unbedenklichen Sanierungsmaßnahme. Sind größere Flächen befallen, sollte erwogen werden ein Fachunternehmen für die Sanierung zu beauftragen. Diese wird von uns über die vorliegende Gefährdung informiert, so dass entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden können. Auf Wunsch begleiten wir die Sanierung und Überprüfen zum Abschluss die Raumluft, un den Erfolg der Sanierung zu überprüfen.

Baubiologische Untersuchung – Chemisch

Besteht der Verdacht auf erhöhte Konzentrationen an chemischen Schadstoffe an Arbeitsplätzen oder Wohnräumen, ist ebenfalls eine baubiologische Untersuchung sinnvoll. So können auftretende unerklärlicher Krankheitssymptome oder Gerüche auf eine erhöhte Belastung mit VOCVOC oder flüchtige organische Verbindungen VOC steht für "Volatile Organic Compounds" (auf Deutsch: flüchtige organische Verbindungen). Es handelt sich dabei um eine Gruppe von organischen Chemikalien, die bei Raumtemperatur leicht verdampfen und somit in die Luft abgegeben werden. VOCs kommen sowohl in natürlichen als auch in menschlichen Aktivitäten vor und können eine Reihe von Substanzen umfassen, die aus einer Vielzahl von Quellen stammen. Herkunft von VOCs VOCs können aus verschiedenen Quellen stammen, sowohl natürlichen als auch durch den Menschen verursachten. Hier einige Beispiele: Natürliche Quellen: Pflanzen: Holz Menschliche Quellen: Bau- und Renovierungsstoffe, Reinigungsmittel, KraftstoffeRauchen, Luftfrischer, etc. Gesundheitsrisiken von VOCs Die Exposition gegenüber hohen Konzentrationen von VOCs kann gesundheitsschädlich sein. Je nach Art und Konzentration der VOCs können die Auswirkungen variieren, aber typische gesundheitliche Beschwerden sind: Reizungen der Augen, der Haut und der Atemwege (Husten, Halsschmerzen). Kopfschmerzen und Schwindel. Übelkeit und Müdigkeit. Langfristige Auswirkungen: Einige VOCs, wie z. B. Formaldehyd und Benzol, gelten als krebserregend (krebserregende Substanzen). Atemwegserkrankungen wie Asthma können durch langanhaltende Exposition verschärft werden. In sehr hohen Konzentrationen können VOCs auch das zentrale Nervensystem schädigen. oder Aldehyden hinweisen. In diesen Fällen führen wir je nach Situation und Vorgeschichte eine Schadstoffmessung in Form von Luft- oder Staubuntersuchungen durch. Dies ist besonders in Schlafräumen und Kinderzimmern wichtig.

Entsprechend des ermittelten Schadstoffprofils (Formaldehyd, VOC, PAKs, Holzschutzmittel, Flammschutzmittel, Weichmacher, Insektizide, etc.) und deren Konzentration in der Raumluft ermitteln wir im Anschluss mittels Materialuntersuchungen die Schadstoffquelle und geben Empfehlungen zur Beseitigung der Schadstoffbelastung. Oft ist eine die Untersuchung von Materialproben aber auch nicht notwendig, da wir durch unsere Erfahrung aus über 15 Jahren  beretis anhand des Stoffprofils in der Raumluft die Quellen im Raum identifizieren können.  Zum Abschluss der baubiologischen Untersuchung erhalten Sie ein schriftliches Gutachten zur Schadstoffmessung, in dem alle relevanten Daten aufgeführt und – soweit notwendig – Sanierungsempfehlungen gemacht werden.

Methodik

Bei unseren baubiologischen Untersuchungen kommen je nach Situation und Fragestellung mikrobiologische, chemische, bauphysikalische, thermografische und endoskopische Untersuchungsmethoden zur Anwendung.

Eine umfassende professionelle baubiologische Untersuchung von Immobilien beinhaltet somit:

*   Lösemittel, Formaldehyd, polyzyklische aromatische KohlenwasserstoffePAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) Definition: PAK sind eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die aus mehreren Benzolringen bestehen. Sie entstehen vor allem bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Materialien wie Holz, Kohle oder Öl. Vorkommen: PAK wurden bis ca. 1980 häufig als Klebstoff für Parkett und Bodenbeläge verwendet. Danach nahm der Einsatz durch aufkommende Verbote deutlich ab. Weitere Anwendung waren z. B.  der Schutz von Flächen und Bauteilen gegen Feuchteeinwirkung und als chemischer Holzschutz (Teeröle) Gesundheitsrisiken: Einige PAK gelten als krebserregend und können die Haut, die Atemwege sowie das Immunsystem schädigen. Sie sind in hohen Konzentrationen vor allem in Luft, Wasser und Boden nachweisbar. Beispiele: Benzo[a]pyren, Naphthalin, Anthracen. (PAKPAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) Definition: PAK sind eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die aus mehreren Benzolringen bestehen. Sie entstehen vor allem bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Materialien wie Holz, Kohle oder Öl. Vorkommen: PAK wurden bis ca. 1980 häufig als Klebstoff für Parkett und Bodenbeläge verwendet. Danach nahm der Einsatz durch aufkommende Verbote deutlich ab. Weitere Anwendung waren z. B.  der Schutz von Flächen und Bauteilen gegen Feuchteeinwirkung und als chemischer Holzschutz (Teeröle) Gesundheitsrisiken: Einige PAK gelten als krebserregend und können die Haut, die Atemwege sowie das Immunsystem schädigen. Sie sind in hohen Konzentrationen vor allem in Luft, Wasser und Boden nachweisbar. Beispiele: Benzo[a]pyren, Naphthalin, Anthracen. ), Weichmacher, PCBPCB, polychlorierte Biphenyle Definition: PCB sind chemische Verbindungen, die aus zwei Benzolringen bestehen, die durch eine Einfachbindung verbunden sind, wobei verschiedene Chloratome an den Ringen gebunden sind. PCB wurden früher als Isolierstoffe und in Farbe verwendet. Gesundheitsrisiken: PCB sind hochgiftig und stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen. Sie können das Immunsystem, die Fortpflanzung und das Nervensystem schädigen. Sie reichern sich in der Umwelt und im Körper an. Verwendung: PCB wurden in Transformatoren, Kondensatoren und in einigen Farben eingesetzt, ihre Verwendung ist jedoch seit den 1980er Jahren stark eingeschränkt. , Fammschutzmittel, Aldehyde, Ketone, etc.
** Schwerflüchtige organische Verbindungen (SVOC’s) sind u.a. Holzschutzmittel, PCB, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Insektizide, etc.

Auf Wunsch übernehmen wir auch die sachkundige Leitung / Begleitung der Schimmelpilz- bzw. Schadstoffsanierung für den Fall, dass Ihre Sanierungsfirrma keine ausreichenden Kenntnisse /Erfahrungen in diesem Spezialbereich hat oder nicht über die notwendige Zertifizierung (DGUV 101-004 (ehem. BGR 128), TRGS 519, TRGS 521, TRGS 524, TRBA 858, etc.) verfügt.

Nach Abschluss der Sanierung führen wir eine Sanierungskontrolle durch, um den Erfolg der Sanierung für Sie zu überprüfen und Ihnen die Sicherheit zu geben, wieder in einem gesunden Umfeld wohnen und arbeiten zu können.

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