Schadstoffuntersuchung in Innenräumen

Schadstoffuntersuchung in Gebäuden

SchadstoffuntersuchungEine Schadstoffuntersuchung in Innenräumen ist heutzutage nicht nur in älteren Fertighäusern, sondern auch in Neubauwohnungen sinnvoll.

Grund: Bei der Produktion von Baumaterialien, Wandfarben, Tapeten, Bodenbelägen, Möbeln und Textilien kommen auch heutzutage hochtoxische  Schadstoffgemische zur Anwendung. Diese Schadstoffe dunsten nach Einbringung in die Wohnung für Wochen oder gar Monate aus. In Folge wird die Raumluft belastet und es kann zu einer gesundheitlichen Gefährdung der Bewohner kommen. Eine Schadstoffuntersuchung ist daher insbesondere bei Nutzung der Räume durch sensible Personen und somit auch für Kinder sinnvoll. Kinder reagieren sensibler auf Schadstoffe als Erwachsene. Symptome bei zu hohen Konzentrationen an Schadstoffen oder Reizstoffen gehen dann häufig mit Atemwegserkrankungen, Kratzen im Rachen, geröteten Bindehäuten, Hautausschlag, etc. einher.

Schadstoffuntersuchung in älteren Holz-Fertighäusern – Formaldehyd, PCP, Asbest, PAK, …

In älteren Fertighäusern findet man überwiegend Formaldehyd in Spanplatten, sowie Holzschutzmittel in Holzwerkstoffen, Ständerwerk und Dachkonstruktionen. Und obwohl die Bauteile seit 30 – 50 Jahren ausdünsten, verursachen diese bis heute eine relevante Raumluftbelastung in diesen Gebäuden. In Massivbauten finden wir ebenfalls Schadstoffe, auch Holzschutzmittel, aber oft auch Asbest, PCB und PAK. Nachfolgend einige gängige Schadstoffe, die als typische Altlasten eingestuft werden:

  • PAK’s (polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe) – finden sich in älteren Parkettklebern, Bodenbelagsklebern in Altbauten oder auch in Schüttungen von Holzbalkendecken.
  • PCB (polychlorierte Biphenyle) – finden sich überwiegend in Fugendichtungsmassen zwischen Bauteilen, aber auch in Wandfarben, Dämm- und Schallschutzplatten, Bodenbelagsklebern, Betonbauteile (Oberfläche), etc.
  • Holzschutzmittel – wie DDT, Lindan, Pentachlorphenol (PCP) –  können aus alten Holzfußböden, Türrahmen, Fenstern und Dachstühlen ausgasen und haben sowohl eine krebserregende als auch neuro-toxische Wirkung.
  • Formaldehyd – welches aus Spanplatten oder aus solchen erstellten Möbeln austritt, ist stark reizend und ist gemäß TRGS 905 als nachweislich krebserregend eingestuft.
  • Asbest – Herstellung und Verwendung wurde erst 1993(!) in Deutschland verboten und ist daher als Altlast in vielen Gebäuden vorzufinden. Asbest ist gemäß TRGS 905 als eindeutig krebserregend eingestuft.
  • Schwermetalle – in älteren Anstrichen, Fehlbodenschüttungen und Holzschutzmittel sind häufig krebserregend und haben eine multiples toxisches Potential auf unterschiedliche Organe.

Schadstoffuntersuchung in Neubauten und renovierten Innenräumen

Viele der damals gängigen Substanzen wurden im letzten Jahrhundert als hoch toxisch erkannt und deren Anwendung inzwischen verboten. In Neubauten finden sich diese daher nicht mehr. Es kann aber auch in neuen Immobilien keine Entwarnung gegeben werden. Da alles, auch das Bauen, heutzutage schnell gehen muss, wurden entsprechende bauchemische Produkte entwickelt. Diese trocknen schneller, sind leichter zu verarbeiten, glätten von selbst, haben eine rutschfeste Oberfläche, etc. So gut dies für den Bauträger ist, so schlecht ist es für den späteren Nutzer der Immobilie. Denn diese Produkteigenschaften werden nur durch den Einsatz von Chemie möglich.

Folgende Schadstoffe bzw. Schadstoffgruppen sind typische Vertreter der Raumluft in Innenräumen von Neubauten oder renovierten Räumen:

  • Flüchtige organische Verbindungen (VOC) – finden sich als Lösemittel in Klebern, Farben, Lacken, Dichtungsstoffen, Spachtelmassen, Polituren und Reinigern.
  • Flammschutzmittel – in statischen Bauteilen und Farben

Aber auch durch die spätere Einrichtung werden Schadstoffe in Wohn- und Schlafraum eingebracht. So finden wir persistente Weichmacher , Flammschutzmittel aus Elektrogeräten, Polstermöbel und Bauschäumen, ,  aber auch Insektizide, wie z. B. Permethrin .

  • Flüchtige organische Verbindungen (VOC) – aus Polstermöbel und Möbeloberflächen, Laminat- und Parkettbeschichtungen
  • Weichmacher (z.B. Phthalate) – finden sich in Bodenbelägen und Weichkunststoffen wie Kunststofftapeten, Spielzeug, Folien, etc. Stehen im Verdacht hormonähnliche Wirkungen im Organismus zu haben. Bei Jungen können diese zum Beispiel die Zeugungsfähigkeit herabsetzen.
  • Formaldehyd – kommt auch heute noch in Spanplatten oder aus diesen erstellten Möbeln vor, ist stark reizend und steht im Verdacht bei dauerhaft erhöhten Werten krebserregend zu sein.
  • Insektizide – sollen einen Befall mit Insekten verhindern und finden sich daher in teuren Wollteppichen, Teppichen, Gardinen, Polstermöbel und Holzbelägen. Sie haben toxische Wirkungen auf Gehirn und Nerven.
  • Flammschutzmittel – in Elektrogeräten, Polstermöbel und Bauschäumen und statischen Bauteilen. Flammschutzmittel und Weichmacher haben eine Wirkung im menschlichen Organismus, die dieser von körpereigenen Hormonen gleicht. Daher bergen diese bereits für sich alleine ein gesundheitliches Risiko für die Nutzer von Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern. Eine synergistische (sich wechselseitig verstärkende) Wirkung dieser Schadstoffe im menschlichen Organismus kann darüber hinaus nicht ausgeschlossen werden. Verlässliche Studien hierzu existieren bis heute jedoch nicht und werden – Mangels Interesse der Industrie – auch zukünftig nicht durchgeführt werden.

Diese Substanzen liegen somit in faktisch allen Wohnräumen vor. Durch die Ermittlung und Entfernung besonders giftiger oder starker Quellen kann das Risiko einer Erkrankung aber verringert und die Verschlechterung bestehender Erkrankungen aufgehalten werden. Dies gilt für Wohnräume, aber auch für Büroräume gleichermaßen.

Ein sorgloser Umgang mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln trägt ein Übriges dazu bei die Raumluft mit Schadstoffen anzureichern. Daher ist es heutzutage kaum noch möglich Wohnzimmer und Co. völlig frei von Schadstoffen zu halten. Spätestens beim Auftreten unerklärlicher körperlicher Symptome ist eine Raumluftmessung in Innenräumen sinnvoll, um etwaige Belastungen aufzudecken und diese durch geeignete Maßnahmen zu minimieren. Nachfolgend finden Sie einen Auszug aus der Liste möglicher Schadstoffe in Innenräumen, welche wir zu Ihrer Sicherheit durch unsere Schadstoffmessung der Raumluft nachweisen.

Eine Schadstoffuntersuchung kann hier schnell Klarheit schaffen und sollte jeder Sanierungsmaßnahme zur Wiederherstellung eines gesunden Wohnklimas vorausgehen.

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