Eine Raumluftmessung (auch Raumluftuntersuchung genannt) ist die gezielte Untersuchung der Innenräume auf mögliche Schadstoffquellen und eine Analyse der Innenraumluft auf Schadstoffe, Allergene und andere belastende Substanzen. Sie wird insbesondere dann durchgeführt, wenn gesundheitliche Beschwerden, auffällige Gerüche oder bei den Beteiligten der Verdacht auf Schadstoffquellen im Gebäuden besteht.
Typische Symptome wie Reizungen der Atemwege, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme oder anhaltende Erschöpfung können auf eine belastete Raumluft im Wohnumfeld oder am Arbeitsplatz hinweisen.
Inhalte dieser Seite zur Raumluftmessung
- Wann ist eine Raumluftmessung sinnvoll?
- Welche Schadstoffe können in Innenräumen vorkommen?
- Welche Rolle spielen Gerüche bei der Raumluftbewertung?
- Wie läuft eine Raumluftmessung ab?
- Was kostet eine Raumluftmessung?
Wann ist eine Raumluftmessung sinnvoll?
Häufig wird bei medizinischen Untersuchungen eine „idiopathische Erkrankung“ diagnostiziert, was bedeutet, dass keine eindeutige Ursache gefunden werden kann. In solchen Fällen führen wir eine Raumluftuntersuchung durch, um mögliche Auslöser im Wohn- oder Arbeitsumfeld zu identifizieren.

Eine Raumluftmessung ist somit insbesondere in folgenden Situationen sinnvoll:
- bei gesundheitlichen Beschwerden ohne klare Ursache
- bei auffälligen oder störenden Gerüchen im Büro oder Gebäude
- nach Renovierungen oder in Neubauten
- bei Verdacht auf Schadstoffe im Gebäude
- bei Beschwerden am Arbeitsplatz
Was ist eine Raumluftmessung und worin liegt der Unterschied zur Raumluftuntersuchung?
Eine Raumluftmessung bezeichnet die messtechnische Erfassung und Analyse von Schadstoffen in der Innenraumluft, bei der gezielt einzelne Stoffe oder Stoffgruppen gemessen und quantitativ bestimmt werden.
Der Begriff Raumluftuntersuchung wird häufig umfassender verwendet und schließt neben der Messung auch die Begehung der Innenräume und deren Untersuchung auf gängige Schadstoffquellen mit ein. In den von uns erstellten Bericht werden die Messergebnisse bewertet und die vor Ort ermittelten möglichen Ursachen einbezogen.
In der Praxis werden beide Begriffe oft synonym verwendet und bei uns ist die Ortserkundung und der schriftliche Bericht auch fester Bestandteil der Raumluftmessung.
Welche Schadstoffe können in der Raumluft vorkommen?
In Innenräumen können zahlreiche Schadstoffe vorkommen, die bei erhöhter Konzentration gesundheitliche Beschwerden verursachen können. Dazu gehören unter anderem:
- flüchtige organische Verbindungen (VOC)
- Formaldehyd und andere Aldehyde
- Altlasten, wie Holzschutzmittel (Biozide), PAK, PCB, Fasern, etc.
- Weichmacher und Flammschutzmittel
- Konservierungsstoffe
- Schimmelpilze und Bakterien
- …
Einige dieser Stoffe können sich im Körper anreichern und langfristige Auswirkungen haben.
Welche Schadstoffe im Einzelnen gemessen werden und wie die Analyse erfolgt, erfahren Sie auf unserer Seite zur Messung von Schadstoffen in Innenräumen.
Welche Rolle spielen Gerüche bei der Raumluftbewertung?
Gerüche in Innenräumen können auf gefährliche Substanzen hinweisen, aber nicht in jedem Fall liegen auch gefährliche Konzentrationen vor. Besonders bei Neubauten und Renovierungen kommen eine Vielzahl an bauchemischen Produkten zum Einsatz, die flüchtige organische VerbindungenVOC oder flüchtige organische Verbindungen VOC steht für "Volatile Organic Compounds" (auf Deutsch: flüchtige organische Verbindungen). Es handelt sich dabei um eine Gruppe von organischen Chemikalien, die bei Raumtemperatur leicht verdampfen und somit in die Luft abgegeben werden. VOCs kommen sowohl in natürlichen als auch in menschlichen Aktivitäten vor und können eine Reihe von Substanzen umfassen, die aus einer Vielzahl von Quellen stammen. Herkunft von VOCs VOCs können aus verschiedenen Quellen stammen, sowohl natürlichen als auch durch den Menschen verursachten. Hier einige Beispiele: Natürliche Quellen: Pflanzen: Holz Menschliche Quellen: Bau- und Renovierungsstoffe, Reinigungsmittel, Kraftstoffe, Rauchen, Luftfrischer, etc. Gesundheitsrisiken von VOCs Die Exposition gegenüber hohen Konzentrationen von VOCs kann gesundheitsschädlich sein. Je nach Art und Konzentration der VOCs können die Auswirkungen variieren, aber typische gesundheitliche Beschwerden sind:
Reizungen der Augen, der Haut und der Atemwege (Husten, Halsschmerzen).
Kopfschmerzen und Schwindel.
Übelkeit und Müdigkeit. Langfristige Auswirkungen:
Einige VOCs, wie z. B. Formaldehyd und Benzol, gelten als krebserregend (krebserregende Substanzen).
Atemwegserkrankungen wie Asthma können durch langanhaltende Exposition verschärft werden.
In sehr hohen Konzentrationen können VOCs auch das zentrale Nervensystem schädigen. (VOCVOC oder flüchtige organische Verbindungen VOC steht für "Volatile Organic Compounds" (auf Deutsch: flüchtige organische Verbindungen). Es handelt sich dabei um eine Gruppe von organischen Chemikalien, die bei Raumtemperatur leicht verdampfen und somit in die Luft abgegeben werden. VOCs kommen sowohl in natürlichen als auch in menschlichen Aktivitäten vor und können eine Reihe von Substanzen umfassen, die aus einer Vielzahl von Quellen stammen. Herkunft von VOCs VOCs können aus verschiedenen Quellen stammen, sowohl natürlichen als auch durch den Menschen verursachten. Hier einige Beispiele: Natürliche Quellen: Pflanzen: Holz Menschliche Quellen: Bau- und Renovierungsstoffe, Reinigungsmittel, Kraftstoffe, Rauchen, Luftfrischer, etc. Gesundheitsrisiken von VOCs Die Exposition gegenüber hohen Konzentrationen von VOCs kann gesundheitsschädlich sein. Je nach Art und Konzentration der VOCs können die Auswirkungen variieren, aber typische gesundheitliche Beschwerden sind:
Reizungen der Augen, der Haut und der Atemwege (Husten, Halsschmerzen).
Kopfschmerzen und Schwindel.
Übelkeit und Müdigkeit. Langfristige Auswirkungen:
Einige VOCs, wie z. B. Formaldehyd und Benzol, gelten als krebserregend (krebserregende Substanzen).
Atemwegserkrankungen wie Asthma können durch langanhaltende Exposition verschärft werden.
In sehr hohen Konzentrationen können VOCs auch das zentrale Nervensystem schädigen. ) abgeben. Diese können Beschwerden wie Reizungen, Schwindel oder Übelkeit verursachen und noch für Wochen oder auch Monate in die Raumluft entweichen. Aus diesem Grund werden Neubauten auch immer häufiger gemäß DGNB oder BNB zertifiziert, um die Unbedenklichkeit der Raumluft zu bescheinigen.
Wichtig ist: Kein Geruch im Raum ist keine Garantie für Sicherheit, denn die Geruchsschwelle von z. B. Methanal (Formaldehyd) liegt oberhalb der gesundheitlich bedenklichen Konzentration. Es kann daher schon zu Reizwirkungen in den Atemwegen kommen, bevor wir den Geruch wahrnehmen können (s. auch Formaldehyd in Fertighäusern).
Können Gerüche krank machen?
Gerüche können gesundheitliche Beschwerden auslösen, auch wenn keine bedenklichen Schadstoffkonzentrationen vorliegen. Nämlich dann, wenn das Gehirn die Gerüche als unangenehm oder sogar als gefährlich interpretiert (Stichwort: Hedonik). Dies hängt mit der Art der Verschaltung unseres Geruchssinnes zusammen:

Unsere Geruchsnverven führen nämlich nicht über den Praefrontalcortex, wo diese zunächst einmal kognitiv (mit unserem Verstand) analysiert werden könnten. Vielmehr verlaufen sie von der Riechschleimhaut in der Nase direkt ins limbische System (Gefühlszentrum) im Gehirn. Wird der Geruchseindruck als negativ oder gar als gefährlich interpretiert, entstehen unbewusst Fluchtreflexe („Gefahr vermeiden“). Flucht ist im Büro natürlich nicht möglich, da es nun mal der Arbeitsplatz ist. Dieser unbewusste Konfilkt (Zwang im Raum verbleiben zu müssen, obwohl das Gehirn „Gefahr“ signalisiert), erzeugt unterschwellig Stress, welcher mittelfristig zu psychosomatischen Erkrankungen führen kann. Deren Ursache ist bei einer medizinischen Untersuchung natürlich nicht zu erkennen und so bleiben die Betroffenen auf sich gestellt (Autor: Dipl. – Neurobiologe Tom Berkefeld).
Ablauf einer Raumluftmessung
Der Ablauf einer Raumluftmessung erfolgt in mehreren Schritten:
- Vorgespräch und die Erfassung der Situation durch unsere zertifizierten Sachverständigen
- Festlegung eines gezielten Untersuchungskonzepts
- Probenahme vor Ort
- Laboranalyse der Proben (akkreditierte Analyseverfahren)
- Auswertung und Erstellung eines Gutachtens mit Empfehlungen zum weiteren Vorgehen
Die Auswahl der Messverfahren erfolgt dabei von uns individuell und orientiert sich an den jeweiligen Verdachtsmomenten.
Kosten einer Raumluftmessung
Die Kosten einer Raumluftmessung hängen stark vom Umfang der Untersuchung ab. Einfache Untersuchungen beginnen in der Regel bei etwa 450 €. Umfangreichere Untersuchungen und Analysen können je nach Fragestellung und Anzahl der untersuchten Schadstoffe deutlich darüber liegen.
Unser Untersuchungskonzept
Untersuchungen sollten immer gezielt und sinnvoll durchgeführt werden. Daher steht am Anfang ein ausführliches Gespräch, in dem wir Informationen zur Bauhistorie, zu Renovierungen sowie zu den Beschwerden der Betroffenen abfragen. Auf dieser Grundlage erstellen wir ein individuelles Untersuchungskonzept.
So vermeiden wir unnötige Messungen und identifizieren gleichzeitig zuverlässig die relevanten Schadstoffquellen.
Raumluftgutachten und Bewertung
Nach der Untersuchung und Analyse erstellen wir für Sie ein detailliertes Raumluftgutachten. Dieses enthält:
- eine Übersicht der gemessenen Werte und Gegenüberstellung zu offiziellen Vorsorgerichtwerten
- eine Bewertung der Raumluftqualität
- eine Einschätzung möglicher Gesundheitsrisiken
- konkrete Empfehlungen zur Verbesserung
Das Gutachten dient zudem als Grundlage für Sanierungsmaßnahmen und kann auch in rechtlichen Auseinandersetzungen verwendet werden.
Häufige Fragen
Wenn gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Gerüche im Raum auftreten, die sich nicht erklären lassen.
Nicht unbedingt. Viele Gerüche gehören zum normalen Wohnumfeld. Wenn der Geruch aber nicht erklärbar ist und evtl. mit körperlichen Symptome einhergeht, kann das ein Zeichen für Schadstoffe in der Rauluft sein. Beschwerden können aber auftreten, auch ohne dass ein Geruch wahrnehmbar ist (z. B. bei hoher Geruchsschwelle der Schadstoffe).
Typische Schadstoffe sind flüchtige organische Verbindungen (VOC), Formaldehyd, Biozide, Schimmelpilze und schwerflüchtige organische Verbindungen (SVOC, z. B. Weichmacher, die sich im Staub anreichern).
Das hängt von der Situation ab und muss im Vorfeld bei einer Ortsbegehung und im Interview geklärt werden.
Hier gibt es keine pauschale Antwort. Die Kosten beginnen bei ca. 450,- Euro. Je nach Anzahl der Messpunkte und Gefahrstoffgruppen aber auch mehr.
Vorab führen wir ein Gespräch mit den Beteiligten, um die Situation und mögliche Schadstoffquellen zu erfassen. Anschließend erfogt die Probenahme der Luft, Laboranalyse und Auswertung. Abschließend erhalten Sie ein Gutachten mit Empfehlungen zur Verbesserung der Raumluftqualität.
Die Probenahme vor Ort dauert meist wenige Stunden. Die Auswertung im Labor und die Erstellung des Gutachtens dauern in der Regel 6 – 10 Werktage, ist aber auch abhängig vom Umfang der Messungen.
Ja. Auch im Büro oder anderen Arbeitsräumen können Schadstoffe auftreten, die körperliche oder psychische Beschwerden auslösen. Durch eine gezielte Messung klären wir die Belastung und kann helfen, Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Ein Raumluftgutachten liefert eine klare Übersicht über die gemessenen Werte, bewertet die Raumluftqualität und gibt Empfehlungen für Sanierungsmaßnahmen. Es dient zudem als Nachweis für Versicherungen oder rechtliche Angelegenheiten.