Fogging

Fogging – Schwarzer Belag auf Wänden und Möbeln

Der Begriff „Fogging“ steht für ein Phänomen, das zwar seit ca. 25 Jahren bekannt ist, dessen genaue Ursache aber noch strittig ist. Einig ist man sich darüber, dass es erst durch das Einbringen von bestimmten Substanzen in die Wohnung ermöglicht wird. Bei diesen Substanzen handelt es sich um mittel- bis schwerflüchtige organische Verbindungen (SVOC’s). Diese können u.a. in Wandfarben, Bodenbelägen, Tapeten und flexiblen Kunststoffen enthalten sein.

Fogging

Das Einbringen in die Wohnung allein ist als Ursache aber nicht ausreichend! Nachweislich sind weitere Co-Faktoren notwendig. So trat z. B. nur in einer Wohnung eines Gebäudes ein Fogging-Effekt auf, obwohl die Wohneinheiten auf die gleiche Art errichtet wurden. In einem anderen Fall wurde dieser durch die Anschaffung eines neuen Fernsehgeräts ausgelöst. Die Ursache wurde in einer durch das Fernsehgerät veränderten Elektrostatik der Raumluft vermutet. Dies führte zu einer verstärkten Aggregation von Schwebstoffen mit den ausdünstenden SVOC’s. Diese Aggregate schlugen sich an der durch thermische Luftströmungen (Heizungsluft) ebenfalls elektrostatisch geladenen Kunststofftapete nieder. Dies führte zu den bekannten schwarzen Ablagerungen.

Weiterhin stellen Wärmebrücken, also Bereiche mit niedrigeren Oberflächentemperaturen, einen Fogging unterstützenden Faktor dar. Daher kann das Phänomen meist während der Heizperiode festgestellt werden. In diesen führen die niedrigen Außentemperaturen zu einer Absenkung der Oberflächentemperatur auf der Innenseite der Außenwände. Dies kann auf eindrucksvolle Weise auf dem Bild rechts erkannt werden, wo sich die Mauerwerksfugen als thermisch schwächste Bereiche, deutlich auf der Tapetenoberfläche abzeichnen.

Das Vorliegen eines Fogging-Effekts können wir in den meisten Fällen auch ohne Laboranalytik bereits bei der Ortsbegehung erkennen. Die begünstigenden Faktoren werden im Interview mit den Wohnungsnutzern ermittelt. Je nach Informationsmenge wird im Einzelfall eine Laboranalyse der schwarzen Beaufschlagung notwendig, um die Hauptfraktion (Staub, Ruß, Rauch, Weichmacher, etc.) dieser zu ermitteln und so die Quelle(n) in der Wohneinheit  bestimmen zu können. In manchen Fällen reicht es schon aus einen Faktor zu entfernen, um weitere Beaufschlagungen zu verhindern.

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