Schimmelpilz

Schimmelpilz in der Wohnung

Schimmelpilz in der WohnungSchimmelpilz in der Wohnung!? So nützlich Schimmelpilz in der freien Natur ist, in der Wohnung kann dieser Ihre Gesundheit belasten. Je nach Feuchteschaden und dessen Ursache wächst er entweder sichtbar auf den Wänden oder verdeckt hinter Verkleidungen und Tapeten.

In Innenräumen, besonders im Wohn- und Schlafzimmer, sollte eine bestimmte Schimmelpilzsporenkonzentration in der Raumluft nicht überschritten werden. Sporen und Hyphen des Schimmel können vielfältige Erkrankungen auslösen. Dazu gehören z.B. ständige Abgeschlagenheit, Augenjucken oder -brennen, Atemwegsbeschwerden bis hin zum Asthma bronchiale, chronische Erschöpfungszustände, Darmerkrankungen und andere Symptome.

Die Ergebnisse zweier repräsentativer Studien aus Bielefeld und Jena zeigten 2005, dass ca. 22% aller Haushalte Feuchteschäden aufwiesen und mit Schimmel befallen sind. Die Bewohner waren zumeist ahnungslos. Feuchte Wände aufgrund einer zu geringen Belüftung der Räume, fehlerhaftes Heizverhalten, bauliche oder stoffliche Wärmebrücken, sowie Bau- und Wasserschäden sind die häufigsten Ursachen für einen Befall mit Schimmelpilz in Wohnräumen.

Das eigentliche Problem mit Schimmelpilz ist, neben der Zerstörung der befallenen Materialien, die Art seiner Fortpflanzung. Er vermehrt sich durch die Bildung von zumeist luftgängigen Sporen. Gattungen, wie Aspergillus oder Penicillium geben diese zu Millionen in die Luft ab. Bei anderen Gattungen bleiben die Sporen in einer Schleimmatrix haften und werden nur schlecht oder erst beim Abtrocknen des Schimmelpilzes in relevanten Mengen freigesetzt. Dies ist besonders bei Trocknungsmaßnahmen durch Raumlufttrocknungsgeräte zu beachten. Zusammen mit der Raumluft werden diese Schimmelsporen vom Menschen eingeatmet und können Allergien, Hautausschläge und Asthma verursachen.

Verdacht auf Schimmel?

Sollten Sie Schimmelpilz hinter Tapeteden Verdacht haben, dass Ihre Wohnung oder Ihre Immobilie mit Schimmel belastet ist, können wir durch eine Raumluftmessung eine Sporenbelastung nachweisen. Verdachtsmomente sind immer ein muffiger Geruch oder eine Verfärbung der Wandoberflächen. Je  nach Ursache kann bereits durch die Durchführung einfacher Maßnahmen eine Ausweitung des Befalls und dessen Neubildung nachhaltig verhindert werden.

Schimmelpilze sind hochgradig genügsam in Bezug auf ihre Umgebungsbedingungen. Als Nahrung reicht ihnen die Cellulose in Tapeten, der Kohlenstoff der Acryldichtungen am Badewannenrand, die Seifenreste in den Wandfugen in der Dusche, ja selbst ein bisschen Staub, der sich mit der Zeit auf Wänden und Fenstern niederschlägt. Er benötigt kein Licht, keine Wärme, kaum Sauerstoff! Was er aber dringend benötigt ist – Feuchtigkeit! Daher gilt es diesen wichtigsten Faktor auszuschalten.

Schimmelpilze findet sich manchmal mit Bakterien, meist Actinomyceten, vergesellschaftet. Da Bakterien mehr Feuchtigkeit benötigen, um sich entwickeln zu können, vermehren sich diese in der Regel nicht bei Kondensfeuchteschäden, sondern eher bei Rohrleckagen von Wasserleitungen oder einem kontinuierlichen Feuchteeintrag von außen, z.B. bei unzureichender Feuchtigkeitssperre an Außenwänden. Wie auch mancher Schimmelpilz, so produzieren auch Bakterien toxische Stoffwechselprodukte, die sie in die Raumluft abgeben und so zu einer zusätzlichen Belastung der Atemluft beitragen.

Durch unsere Messung von Schimmel in Form einer Raumluftmessung liefern wir Ihnen klare Informationen über die Belastung der Raumluft mit Schimmelpilzen bzw. deren Sporen. Zudem ermitteln wir auf Wunsch die Ursache des Schimmelbefalls. Messergebnisse und Ursache(n) werden in unserem Schimmelgutachten zusammen gefasst und mit Empfehlungen zu Sanierungsmaßnahmen zu Ihrer speziellen Situation ergänzt. So wissen Sie am Ende genau, wie Sie einen Neubefall mit Schimmelpilzen nachhaltig verhindern können.

Unter WHO – Leitlinien können Sie die Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation zum Thema Schimmelpilze und Feuchtigkeit herunterladen.