Schimmel und Schimmelmessung

Schimmelmessung – Ablauf einer Raumluftmessung auf Schimmel

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Schimmel in Ihren Wohn- oder Büroräumen vorliegt, ist es zunächst am einfachsten die Raumluft auf Schimmelpilzsporen zu untersuchen. Bei der Messung von Schimmel werden von uns verschiedenen Methoden angewendet, welche von der Aufgabenstellung und der Situation vor Ort abhängig sind. Liegt ein Schimmel - Messung von Schimmel in der RaumluftVerdacht auf Schimmel in der Wohnung vor, begründet sich dieser häufig darauf, dass die Bewohner ungewöhnliche muffige Gerüche wahrnehmen oder bereits erkrankt sind. Häufig ist aber keine Schimmelpilzquelle sichtbar. In solchen Fällen ist die Messung von Schimmel in der Raumluft sinnvoll. Durch diese Methode kann der Nachweis erbracht werden, ob eine verdeckte Schimmelpilzquelle in den Räumlichkeiten vorhanden ist und deren Sporen die Raumluft belasten. Bei einer Raumluftuntersuchung wird ein nach VDI 4300, Blatt 10 definiertes Luftvolumen (Foto links) mittels einer geeigneten Pumpe durch einen speziellen Sammelkopf angesaugt (Foto rechts).

Nach Durchtritt durch den Sammelkopf treffen die Luftströme innerhalb des Sammelkopfes auf einen Nährboden. Die in der angesaugten Luft enthaltenen Schimmelpilzsporen schlagen Messung von Schimmelpilzen - Nährboden und Sammlerträgheitsbedingt auf den Nährboden auf und bleiben auf diesem haften. Die Luft selbst wird seitlich abgeleitet. Dieses Verfahren wird mit unterschiedlichen Nährböden durchgeführt, da nicht jeder Schimmelpilz auf dem gleichen Nährboden wächst.

Die auf den Nährböden fixierten Schimmelpilzsporen werden im Labor bei festgelegten Temperaturen inkubiert (bebrütet). Diese keimen nach einigen Tagen aus und bilden sogenannte Kolonien. Mittels verschiedener Labortechniken und anhand von bestimmten morphologischen Kriterien können diese Kolonien taxonomisch eingeordnet werden, so dass Gattung und Art der ursprünglichen Spore festgestellt werden kann. Die Auszählung gleicher Kolonien eines Nährbodens ergibt nach Multiplikation mit einem Umrechnungsfaktor die Anzahl an Sporen dieser Art je Kubikmeter Raumluft. Die Konzentrationen der Schimmelpilzarten in der Raumluft werden anschließend von uns bewertet und in Gefährdungsklassen eingestuft.

Je nach ermittelter Gattung / Art und Anzahl der Schimmelpilze bzw. deren Sporen kann sofortiger Handlungsbedarf bestehen. Zudem können bestimmte Arten durch die Abgabe von z.T. krebserregenden Mykotoxinen und schädigenden Stoffwechselprodukten die Raumluft zusätzlich belasten. Bei Vorliegen einer Schimmelpilzquelle ist es im Anschluss unbedingt notwendig deren Ort, sowie deren Ursache zu ermitteln. Mehr zu diesem Thema können Sie unter „Ursachenermittlung von Schimmelpilzen“ mehr erfahren.