Bewertung des karzinogenen Potentials von Formaldehyd

Über die Jahrzehnte wurde das karzinogene Potential von Formaldehyd immer wieder neu bewertet, da es bis heute in vielen Produkten verwendet wird. Hauptemissionsquelle sind bis heute insbesondere Holzwerkstoffplatten (Spanplatten, OSB-Platten, etc.), die unter Verwendung von Formaldehyd-haltigen Bindemitteln produziert werden.

In 2014 erfolgte eine neue Einstufung der karzinogenen (krebserzeugenden) Wirkung von Formaldehyd (Methanal). Auf Basis neuer Daten aus Tierversuchen und empirischen Studien am Menschen wurde Formaldehyd von der EU von der Kategorie II („kann vermutlich Krebs erzeugen“) in die Kategorie 1b („kann Krebs erzeugen“) hochgestuft.

Eine Einstufung in die Kategorie 1a („erzeugt bekanntermaßen Krebs beim Menschen“) wurde aufgrund von nicht eindeutigen Studienergebnissen (Krebs in Nasenhöhle und Nasenrachenraum trat in einer Studie gehäuft auf, in einer anderen Studie dagegen nicht) bislang nicht vorgenommen. Zukünftige Studien werden zeigen, ob diese Einstufung nicht vielleicht doch gerechtfertigt wäre.

 

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